Ab dem Schuljahr 2026/2027 ist die Lernzeit ein fester Bestandteil des Schulvormittags an der Hans-Christian-Andersen-Schule. Sie verbindet Unterricht, individuelle Förderung und die Arbeit der OGS und ersetzt die klassischen Hausaufgaben weitgehend.
Unser Ziel ist es, allen Kindern gleiche Lernbedingungen zu ermöglichen – unabhängig davon, ob sie die OGS besuchen. In der Lernzeit können die Kinder grundlegende Kompetenzen festigen, individuelle Lernaufgaben bearbeiten und zunehmend selbstständig und eigenverantwortlich lernen.
Im Mittelpunkt stehen dabei die Bereiche:
Deutsch
Mathematik
"Lernen lernen"/Soziales Lernen
Die Lernzeit findet verbindlich im Stundenplan statt:
Jahrgang 1/2: drei Lernzeiten pro Woche à 45 Minuten
Jahrgang 3/4: zwei Lernzeiten pro Woche à 45 Minuten
In die Lernzeit werden Lesezeiten und kurze Bewegunspausen integriert. Anschließend arbeiten die Kinder an ihren individuellen Lernaufgaben. Dabei werden sie von einer Lehrkraft und eine:r OGS-Mitarbeiter:in unterstützt.
Die Lernzeit entlastet die Familien von den klassischen Hausaufgaben. Zu Hause soll es weiterhin kurze Übungsaufgaben geben, zum Beispiel tägliches Lesen, Einmaleins- oder Rechenübungen. Diese Übungen sollen 15 Minuten pro Tag nicht überschreiten und dienen ausschließlich der Festigung grundlegender Kompetenzen.
Eine Kontrolle oder Nacharbeit der Lernzeit zu Hause ist grundsätzlich nicht vorgesehen. Eltern unterstützen ihre Kinder vor allem durch Interesse, Ermutigung und eine wertschätzende Begleitung.
Lehrkräfte und OGS-Mitarbeitende bilden bei der Lernzeit ein pädagogisches Tandem. Sie planen gemeinsam, unterstützen die Kinder individuell, beobachten ihre Lernentwicklung und fördern selbstständiges Arbeiten. Ein regelmäßiger fachlicher Austausch stellt sicher, dass die Lernzeit gemeinsam weiterentwickelt wird.
Die Lernzeit soll Kindern Raum geben, in ihrem eigenen Tempo zu lernen, Verantwortung für den eigenen Lernprozess zu übernehmen und Freude am Lernen zu entwickeln.
Das Konzept wird im Schuljahr 2026/2027 zunächst erprobt. Am Ende des Schuljahres wird es gemeinsam mit Kollegium, OGS, Eltern sowie Schüler:innen ausgewertet und weiterentwickelt.