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Hans-Christian-Andersen-Schule
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Der Klassenrat

Im Schuljahr 2013/2014 begannen einzelne Klassen mit der Einführung des Klassenrats. Mit Beschluss der Lehrerkonferenz vom 23.06.2014 wird ab dem Schuljahr 2014/15 der Klassenrat in jeder Klasse installiert werden. Der Klassenrat fördert das demokratische Miteinander und ist das gemeinsame Gremium einer Klasse. Einmal in der Woche sprechen die Schüler über selbst ausgewählte Themen wie die Gestaltung des Zusammenlebens in der Klasse und Schule, aktuelle Probleme und Konflikte oder gemeinsame Planung von Aktivitäten.[1]

Die Einführung und die Durchführung des Klassenrats können nach Absprache, durch die Schulsozialarbeiterin unterstützt werden.

 

Ziele und Kompetenzen

Die Kinder erlernen selbstständig eine kritische Auseinandersetzung mit der Umwelt und funktionierende Verhaltensweisen für ein friedliches und verträgliches Zusammenleben. Sie regeln im Klassenrat ihr Zusammenleben und vertiefen die Klassengemeinschaft. Die Schülerinnen und Schüler trainieren ihre Kommunikations- und Sozialkompetenz. Sie lernen selbst Demokratie zu gestalten.

  • Personale Kompetenzen: Selbst- und Fremdwahrnehmung, Selbstvertrauen, Umgang mit Gefühlen, Eigenverantwortung, Empathiefähigkeit
  • Soziale Kompetenzen: Kommunikationsfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Teamfähigkeit, Verantwortungsbereitschaft, Toleranz
  • Methodische Kompetenz: Konfliktlösung, Gesprächsleitung, Planung von Abläufen

 

Grundstrukturen des Klassenrates

  • tagt einmal in der Woche in einer festen Unterrichtsstunde
  • benötigt wird eine ganze Schulstunde, eventuell mit der Möglichkeit weiterzuarbeiten, wenn ein dringendes Thema noch nicht geklärt ist
  • feste Regeln, feste Abläufe und feste Ämter, die von den Kindern ausgeübt werden
  • findet im Sitzkreis statt, damit jeder jeden sehen kann
  • ein Gegenstand wird als Erzählstein verwendet
  • von jeder Sitzung wird ein Protokoll angefertigt (Dokumentation)
  • zu Beginn jeder Sitzung werden die getroffenen Beschlüsse der letzten Sitzung reflektiert

 

 

Themen im Klassenrat

Der Klassenrat dient der Klasse als Forum für ihre Anliegen: Vorschläge, Ideen und Wünsche, Probleme, Konflikte und Lösungen, sowie Lob und positive Erfahrungen stehen idealerweise in einem ausgeglichenen Verhältnis.

  • Themen werden von den Schülern festgelegt und sollen nicht nur Probleme enthalten, sondern auch positive Ereignisse aufgreifen
  • für die Sammlung der Themen steht ein Klassenratsbriefkasten in der Klasse, der von allen Klassenmitgliedern benutzt werden kann, Lehrer wie Schüler
  • Anliegen müssen mit Namen unterschrieben werden, anonyme Zettel werden nicht besprochen
  • Anliegen müssen mindestens drei Kinder betreffen, damit Zweierkonflikte nicht in den Vordergrund treten
  • kein Thema wird bewertet

 

Ablauf einer Klassenratssitzung

  1. Begrüßung
  2. Positive Runde: Was hat in der letzten Woche gut geklappt?
  3. Vorlesen des letzten Protokolls
  4. Anliegen sammeln und ordnen
  5. Anliegen besprechen - Lösungen finden - Abstimmen - Entscheidungen treffen, wer macht was? Wann? Wo?
  6. Beschlüsse zusammenfassen
  7. Verabschieden

 

Die Ämter im Klassenrat

Die Schüler übernehmen die verschiedenen Ämter im Klassenrat.

Für jedes Amt gibt es eine Ämterkarte, die den Schülern mit einer Anleitung und Hinweisen in seiner Aufgabe unterstützt.

Wenn weitere Ämter benötigt werden, kann dies im Klassenrat besprochen und umgesetzt werden.

  • Der Vorsitzende: „Ich führe durch die Tagesordnung und leite die Diskussion, damit wir zu Ergebnissen kommen.“[2]
    • den Klassenrat durch Begrüßung der Schüler eröffnen
    • Protokoll überprüfen
    • Punkte für die Tagesordnung festlegen
    • Anliegen besprechen
    • Klassenrat beenden

 

  • Der Protokollant: „Ich schreibe unsere Beschlüsse und Anliegen auf, damit wir uns später daran erinnern.“
    • holt die Klassenratsmappe/Material
    • liest das Protokoll vor
    • schreibt Abstimmungen und Beschlüsse auf
    • liest die Beschlüsse und Aufgaben vor
    • schreibt das Protokoll

 

  • Der Regelwächter: „Ich passe auf, dass sich jeder an unsere Regeln hält, damit unser Klassenrat gut funktioniert.“
    • merkt sich die vereinbarten Regeln und erinnert die Kinder daran wenn diese eine vergessen

 

  • Der Zeitwächter: „Ich achte darauf, wie lange wir über jedes Thema sprechen, damit Zeit für alle Anliegen bleibt.“
    • merkt sich, wer sich gemeldet hat und als nächstes dran ist
    • achtet auf die Diskussionszeiten und bricht ab, wenn ein Thema zu lang behandelt wird
    • sagt Bescheid, wenn die Hälfte der Klassenratsstunde um ist
    • sagt Bescheid, wenn in fünf Minuten die Zeit um ist
  • Ratsmitglied: „Ich bringe meine Anliegen ein und sage meine Meinung, damit wir eine gemeinsame Lösung finden.“

 

Die Rolle des Lehrers im Klassenrat

  • in der Regel ist der Klassenlehrer in den Klassenratssitzung dabei ist
  • der Lehrer gibt im Klassenrat nicht vor wie die Schüler arbeiten und lernen sollen, er ist eine Unterstützung bei der Gestaltung der Stunde
  • der Lehrer ist ein Teil der Gemeinschaft, er schreibt seine Anliegen auf einen Zettel für den Klassenratsbriefkasten, meldet sich wenn er etwas sagen möchte und wartet bis er dran ist
  • trotzdem behält der Lehrer eine Schutzfunktion, er ist Berater und Helfer. Er reagiert wenn z.B. eine Diskussion sich als sehr schwierig gestaltet oder Schüler gemobbt oder ausgegrenzt werden
  • am Anfang wird der Lehrer die Ämterkinder unterstützen, mit der Zeit werden jedoch alle Ämter und die damit zusammenhängende Verantwortung vollständig an die Kinder abgegeben

 

Selbstkontrolle und Evaluation

Um eine weiterhin erfolgreiche Arbeit im Klassenrat zu gewährleisten wurde dieser erstmalig im Schuljahr 2015/16 evaluiert. Um die Durchführbarkeit und Effizienz des Kinderrats objektiv beurteilen zu können, haben wir zwei Fragebögen entwickelt.

 

[1] Der Klassenrat findet sich als Kompetenzerwartung am Ende der Klasse 4 im Lehrplan für den Sachunterricht wieder. Er wird unter dem Schwerpunkt „Mensch und Gemeinschaft, Zusammenleben in der Klasse, in der Schule und Familie“ explizit erwähnt. Im Schwerpunkt „Zeit und Kultur, Ich und andere“ wird auf die Erarbeitung und Begründung von Regeln und Bedingungen für ein verträgliches Zusammenleben und Zusammenarbeiten in der Schule hin-gewiesen.

[2] www.derklassenrat.de

 

 

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